 | Einleitung hochfester Stähle |
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Hochfeste Stähle Spezielle Herstellverfahren wie beispielsweise das thermomechanische Walzen und der erhöhte Gehalt an feinkornbildenden Legierungselementen führen bei Feinkornbaustählen zu sehr hohen Festigkeiten und Streckgrenzen, verbunden mit ausgezeichneten Tieftemperatur-Zähigkeitswerten. Diese Werkstoffeigenschaften werden bei hochbeanspruchten geschweißten Bauteilen im Stahl- und Kraftwerkbau, im Schiff- und zunehmend auch im Automobilbau genutzt. In Nutzfahrzeugen, z. B. bei Mobilkränen sind Feinkornbaustähle mit Streckgrenzen über 1.000 N/mm2 im Einsatz. Aber auch in weniger beanspruchten Baugruppen kommen diese Stähle vornehmlich aus Gewichts- und Konstruktionsgründen zur Anwendung.
Die Schweiß- und Schneidtechnik für diese Materialgruppe erfordert entsprechendes Know-how sowohl bei den autogenen Verfahren als auch beim Lichtbogen-Schweißen und beim Plasmaschneiden.
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 | Werkstoff |
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Allgemeines zum Werkstoff Die ersten Feinkornbaustähle erzielten ihre erhöhte Festigkeit durch feinkornbildende Legierungselemente, vor allem Kohlenstoff und Mangan. Mit steigendem Anteil dieser Elemente sinkt allerdings auch die Schweißbarkeit des Werkstoffs. Deshalb kamen zunehmend auch andere Möglichkeiten zur Festigkeitssteigerung ins Spiel, die zum Teil auch kombiniert werden:
- Ausscheidungshärten
- Kaltverfestigung
- Feinkornmechanismen
- Vergüten
Die Feinkornbaustähle werden nach ihrem Behandlungszustand in drei Gruppen eingeteilt:
- normalgeglühte Feinkornbaustähle
- thermomechanisch behandelte Feinkornbaustähle
- vergütete Feinkornbaustähle
Zur Erhaltung ihrer ausgezeichneten Werkstoffeigenschaften sind beim Schweißen und teilweise auch beim Trennen Regeln bezüglich der Wärmeführung einzuhalten. Eine zu hohe Wärmemenge oder Streckenenergie* kann zu Grobkornbildung und zur Sprödbruchgefahr führen. Bei zu geringer Streckenenergie besteht die Gefahr von Aufhärtungen und Kaltrissen. Weiterhin ist die recht hohe Empfindlichkeit von Feinkornbaustählen gegenüber Wasserstoff zu erwähnen, was ebenfalls die Rissbildung fördert. Im Folgenden wird auf die Besonderheiten der Autogen- und Schutzgase beim Verarbeiten von Feinkornbaustählen eingegangen.
* Die Streckenenergie ist die in das Werkstück eingebrachte Wärmemenge, bezogen auf die Nahtlänge, ausgedrückt durch W/v s • l [J/cm 2], mit:
W = Leistung
v s = Schweißgeschwindigkeit
l = Nahtlänge
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 | Schneidverfahren |
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 | Schneidverfahren |
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Thermische Schneidverfahren
Für das thermische Trennen von Blechen aus Feinkornbaustählen kommen folgende Verfahren
in Betracht:
- Autogenes Brennschneiden
- Plasmaschneiden
- Laserstrahlschneiden
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Nach wie vor ist das
autogene Brennschneiden das am weitesten verbreitete Verfahren. Hierbei
wird der Werkstoff durch die Brenngas-Sauerstoff-Flamme auf Zündtemperatur
(ca. 1.100 °C bei un- und niedriglegierten Stählen) erhitzt. Der Werkstoff
verbrennt im Schneidsauerstoffstrom, der unter hohem Druck durch eine zentrale
Bohrung im Autogenbrenner zugeführt wird. Dabei verläuft die Verbrennung
in der Autogenflamme normalerweise in zwei Stufen: In der Primärflamme (1.
Stufe) wird der zur Verbrennung erforderliche Sauerstoff dem Brenngas vor
dem Austritt aus dem Brennermundstück zugeführt. In der Sekundärflamme (2.
Stufe) stammt der erforderliche Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Als Brenngase
kommen Acetylen oder
FLAMAL 31 infrage, die aufgrund ihrer positiven Bildungswärme** über
eine erheblich energiereichere Primärflamme verfügen als Propan. Acetylen
wird in Druckgasflaschen mit poröser Füllmasse gespeichert. Deshalb basieren
die Versorgungssysteme auf Einzelflaschen, Bündeln oder bei sehr großen
Verbrauchsmengen auf Trailern.
FLAMAL 31 , das ebenso wie Acetylen ein Hochleistungsbrenngas ist, lässt
sich dagegen tiefkalt verflüssigt in entsprechend isolierten Tanks speichern.
Deshalb kann
FLAMAL 31 vor allem bei höheren Verbräuchen ab ca. 500 kg pro Monat
eine wirtschaftliche Alternative zu anderen Brenngasen sein. Propan kommt
zum Brennschneiden seltener und erst ab recht großen Blechdicken zum Einsatz.
Propan wird druckverflüssigt sowohl in Stahlflaschen als auch in Tanks gelagert.
Die Versorgung mit Erdgas ist für das Brennschneiden im Allgemeinen nur
über Gasleitungen wirtschaftlich. Das Plasmaverfahren, das sogenannte
Schmelzschneiden, führt dem Werkstoff soviel Energie zu, dass er in den
flüssigen Zustand übergeht. Anschließend bläst ein entsprechend energiereicher
Gasstrom den Werkstoff aus der Schnittfuge. Für Feinkornbaustähle kommen
als Plasmagase reines Argon oder reiner Sauerstoff zum Einsatz. Beim Sauerstoff-Plasmaschneiden
wird der Sauerstoff in die exotherme Reaktion vollständig eingebunden, hierdurch
wird die Stickstoffdiffusion weitgehend begrenzt. Die Schmelzzone bleibt
so frei von Poren und Mikrorissen. |
Teilweise wird auch Druckluft als Plasmagas eingesetzt. Dies ist für Feinkornbaustähle
aufgrund der Aufnitrierung der Schnittkanten und der damit verbundenen Poren- und
Rissgefahr aber nicht zu empfehlen. Heute tritt das Laserstrahlschneiden immer
mehr in den Vordergrund. So werden mit dem CO 2 -Laser üblicherweise Blechdicken
bis etwa 20 mm geschnitten. Für eine hohe Schnittgüte ist eine exakte Abstimmung
der Schneidparameter wie z. B. Laserleistung, Schneidgeschwindigkeit und Sauerstoffdruck
erforderlich. Das Plasma- und das Laserstrahlschneiden kommen vor allem bei dünneren
Blechen zunehmend zum Einsatz. Ihre Vorteile verglichen mit dem autogenen Brennschneiden
liegen in höherer Schneidgeschwindigkeit und besserer Kantenausbildung bei schmalerer
Wärmeeinflusszone an der Schnittkante und geringerem Verzug des Bauteils. Beim
thermischen Trennen kommt es an den Schnittkanten kurzzeitig zu sehr hohen Temperaturen
und durch die nachfolgende schnelle Abkühlung zu Werkstoffveränderungen in Form
von Aufhärtungen und Rissen im Schneidbereich. Zur Vermeidung von Rissen beim autogenen
Brennschneiden ist es, abhängig vom Kohlenstoff-Äquivalent, besser, oberhalb einer
Blechdicke von etwa 50 mm die Schnittzonen in einer Breite von mindestens 100 mm
auf ca. 80 bis 150 °C vorzuwärmen. Werden Schnittkanten im weiteren Verlauf der
Fertigung kalt umgeformt, sollte man auch unterhalb von 30 mm Blechdicke vorwärmen.
**Als positive Bildungswärme bezeichnet man die freigesetzte Energie bei
der Bildung einer chemischen Verbindung
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 | Wärmebehandlung |
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Wärmebehandlung Zur Vermeidung von Kaltrissen ist das Vorwärmen ein wirksames Mittel. Es verzögert
das Abkühlen des Nahtbereichs beim Schweißen und begünstigt damit die Effusion (d.h.
das Herausströmen) des Wasserstoffs. Zur Ermittlung der
Vorwärmtemperaturen wird häufig das
CET-Konzept (CET = Carbon Equivalent =
Kohlenstoff-Äquivalents ) des Stahl-Eisen-Werkstoffblatts SEW 088 herangezogen.
Dabei hängt die Notwendigkeit des Wärmens von der Blechdicke, der Streckgrenze des
Grundwerkstoffs, vom Wasserstoffgehalt im Werkstoff und von den Eigenspannungen
in der Konstruktion ab. Feinkornbaustähle der Güte S460 sollten beispielsweise ab
einer Werkstückdicke von 12 mm und mit einer Streckgrenze von mehr als 690 N/mm2
für alle Blechdicken vorgewärmt werden. Die Vorwärmtemperatur liegt dabei, abhängig
von der Blechdicke und dem CET-Wert, zwischen 50 und 250 °C. Auch beim Heften wird
in vielen Fällen ein Vorwärmen empfohlen; dabei sollte die Temperatur ca. 30 bis
50 Grad höher sein als die Vorwärmtemperatur beim Schweißvorgang. Zu empfehlen ist
eine möglichst neutrale Einstellung der Autogenflamme. Dabei sollte lediglich die
Sekundärflamme genutzt werden, um Anschmelzungen an den Bauteilen zu verhindern.
Eine Autogenflamme mit Brenngasüberschuss birgt die Gefahr, dass Wasserstoff in
die Werkstückoberfläche gelangt. Daher ist als Brenngas beim Vorwärmen Acetylen
zu empfehlen, da dieses Gas von allen relevanten Brenngasen den niedrigsten Wasserstoffgehalt
aufweist (Tab. 1).
| Acetylen |
C2H2 |
| Ethen |
C2H4 |
| Methan |
CH4 |
| Propan |
C3H8 |
Beim Vorwärmen ist außerdem darauf zu achten, dass an den kalten Stellen der
Konstruktion kein Wasserdampf kondensiert. Insbesondere bei Kastenkonstruktionen
ist eine entsprechende Belüftung zu berücksichtigen. In wenigen Fällen müssen Konstruktionen
aus Feinkornbaustählen nach dem Schweißen wasserstoffarm geglüht werden. In der
Praxis nutzt man hierbei sinnvollerweise die schon beim Schweißen eingebrachte Wärme.
Als Anhaltswert ist hier 1 Stunde Wärmdauer pro 25 mm Werkstückdicke bei ca. 250
°C üblich. Unvermeidbare Verformungen durch das Schweißen müssen häufig anschließend
mit der Autogenflamme gerichtet werden. Beim Flammrichten wird die Schweißkonstruktion
durch die Autogenflamme zunächst punktuell so erwärmt, dass es zu einer entsprechenden
Ausdehnung kommt. Dabei ist auf eine wohldosierte Wärmemenge in Form von Wärmestrichen
und -punkten zu achten, um den Werkstoff nicht zu überhitzen. Die Maximaltemperaturen
liegen unter ca. 700 °C. Die anschließende gewünschte Verformung kann durch eine
entsprechende Behinderung der Schrumpfung z. B. durch Festspannen erfolgen. Aus
den bekannten Gründen (Wasserstoffempfindlichkeit und hohe Flammenenergie) ist hier
ebenfalls als Brenngas Acetylen zu empfehlen.
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 | MAG- und WIG-Schweißen |
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 | MAG- und WIG-Schweißen |
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MAG- und WIG-Schweißen Zur Erhaltung der Werkstoffeigenschaften von Feinkornbaustählen ist eine entsprechende
Wärmeführung beim Schweißen unbedingt einzuhalten. Die Kaltrissempfindlichkeit eines
Stahls lässt sich anhand seiner chemischen Zusammensetzung abschätzen. Dazu eignet
sich in besonderem Maße das aus umfangreichen Kaltrissuntersuchungen abgeleitete
Kohlenstoffäquivalent CET (s. o.).
Das Kaltrissverhalten wird neben der chemischen Zusammensetzung von Grundwerkstoff
und Schweißgut durch die Blechdicke, den Wasserstoffgehalt des Schweißguts, die
Schweißwärme und den Eigenspannungszustand im Nahtbereich bestimmt. Ein zu schnelles
Abkühlen der Schweißnaht wirkt sich durch so erzeugte sehr hohe Härtewerte ungünstig
auf das Verformungsverhalten der Verbindung aus. Eine Ausnahme sind hier thermomechanisch
behandelte Stähle, für die das nur in geringem Maße gilt. Eine zu langsame Abkühlung
hat dagegen zur Folge, dass die Festigkeitseigenschaften des Schweißguts und der
Wärmeeinflusszone aufgrund von Grobkornbildung nicht mehr denen des Grundwerkstoffs
entsprechen. Als Kenngröße wird hierzu die Abkühlzeit t 8/5 gewählt.
Das ist die Zeit, während der die Temperatur von 800 auf 500 °C sinkt. Die optimale
t 8/5-Zeit für Feinkornbaustähle liegt im Allgemeinen zwischen 5 und 20
Sekunden. Je nach Werkstoff und eingesetzten Schweißverfahren können diese Grenzen
aber auch variieren. Besonders empfindlich sind diesbezüglich die hochfesten vergüteten
Feinkornbaustähle. Aus diesen Abkühlzeiten lassen sich die geeigneten Streckenenergien
berechnen bzw. die entsprechenden Schweißparameter aus Tabellen und Diagrammen ablesen.
So sind beispielsweise Zwischenlagentemperaturen zwischen 220 und 250 °C empfehlenswert.
Zur Einhaltung von maximalen Streckenenergien ist insbesondere bei größeren Blechdicken
das Mehrlagenschweißen bzw. die Strichraupentechnik sinnvoll. Zur Rissvermeidung
werden Heftschweißungen und Wurzellagen zum Teil nicht artgleich, sondern mit konventionellen
niedriglegierten Zusatzwerkstoffen geschweißt. Feinkornbaustähle lassen sich
grundsätzlich mit allen gängigen Schweißprozessen verbinden. Dabei wird in den meisten
Fällen, auch wegen des geringen spezifischen Wasserstoff-Gehalts des Zusatzwerkstoffs,
mit dem
MAG-Prozess gearbeitet; seltener finden das
WIG-Schweißen und das Lichtbogen-Handschweißen Anwendung. Bei dünnen Blechen
wird in der Massenproduktion zum Teil auch bereits das Laserstrahlschweißen eingesetzt.
Vorteile sind hierbei eine sehr hohe Schweißgeschwindigkeit und eine günstige Ausbildung
der Wärmeeinflusszone. Inhalte von
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 | MAG-Schweißen |
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MAG-Schweißen
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Die Schweißschutzgase beim
MAG-Schweißen sind vorwiegend argonreiche Mischgase mit den
Aktivgas-Komponenten Kohlendioxid und Sauerstoff. Aufgrund der langen
mehrlagigen Nähte wird hier zum Teil im Hochleistungsbereich mit
Drahtvorschubgeschwindigkeiten oberhalb von 15 m/min bei 1,2 mm
Drahtdurchmesser gearbeitet. Zur Einhaltung der Streckenenergie
ist natürlich auf eine ausreichende Schweißgeschwindigkeit zu achten.
Schutzgase mit hohem Aktivgasgehalt weisen eine gute Einbrand- und
Porensicherheit auf. Schweißungen mit niederaktiven Gasen, beispielsweise
mit 4 % Sauerstoff oder 8 % CO2, zeichnen sich durch
eine deutlich geringere Spritzertätigkeit, weniger Schlacke auf
der Nahtoberfläche oder auch weniger Abbrand von Legierungselementen
aus.
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Die folgende Tabelle fasst die Vor- und Nachteile der verschiedenen Aktivgaskomponenten
zusammen:
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Einfluss
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CO2
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Ar+CO2
|
Ar+O2
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| Einbrand, PA, PB |
gut |
gut |
gut |
| Einbrand PG, PC |
sehr sicher |
sicher |
evtl. kritisch |
| Schweißleistung |
niedrig |
hoch |
sehr hoch |
| Spaltüberbrückbarkeit |
schlecht |
gut |
sehr gut |
| Spritzer |
viel |
mittel |
sehr wenig |
| Poren |
sehr sicher |
sicher |
evtl. empfindlich |
| Oxidation, Schlacke |
hoch |
mittel (abhängig vom Aktivgasanteil) |
gering (abhängig vom Aktivgasanteil) |
thermische Belastung (Schweißbrenner) |
gering |
mittel |
hoch (speziell im Sprühlichtbogen) |
Eigenschaften der MAG-Schutzgase bei un- und niedriglegierten Stählen
Bei der Fertigung von schweren Landmaschinen beispielsweise kommt häufig
CARGAL 3 zum Einsatz. Vorteile für den Anwender sind hier die sehr geringe
Spritzerbildung sowie eine wirtschaftliche Fertiggemisch-Versorgung im Tank.
Bei der Fertigung von Betonpumpen werden Feinkornbaustähle mit Streckgrenzen
bis 960 N/mm2 eingesetzt. Hierbei sind Auslegerreichweiten von bis zu 57 Metern
heute keine Seltenheit mehr. Die Aktivgasanteile verbessern zum einen die Wärmeleitfähigkeit
des Schutzgases. Zum anderen wird durch Kohlendioxid und Sauerstoff die Oberflächenspannung
des Schmelzbades reduziert, was erst ausreichende Einbrände im Grundwerkstoff
und einen kerbfreien Übergang zwischen Schweißnaht und Grundwerkstoff sichert.
Um sowohl die Vorteile der CO2- als auch der Sauerstoff-Komponente im MAG-Schutzgas
zu nutzen, bieten sich 3-Stoff-Gemische an. Die Verbreitung von Fülldrähten
für das MAG-Schweißen ist in Deutschland deutlich geringer als beispielsweise
in den USA oder Japan. Dennoch können Fülldrähte in Bezug auf Nahtqualität und
Fertigungssicherheit eine Reihe von Vorteilen gegenüber Massivdrähten bieten.
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Deutschland GmbH
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 | WIG-Schweißen |
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 | WIG-Schweißen |
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WIG-Schweißen
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Zur sicheren Verschweißung von Wurzellagen an Rohrrundnähten
wird auch an Feinkornbaustählen das
WIG-Schweißen eingesetzt. Hier ist als Standardgas
ARCAL 1 als inertes Gas zu nennen; Aktivgasanteile würden zu einer
frühzeitigen Oxidation der Wolframnadel führen. Sollte zur Steigerung
der Einbrandsicherheit oder der Schweißgeschwindigkeit eine höhere Wärmemenge
im Prozess notwendig sein, können beispielsweise Argon-Helium-Gemische
eingesetzt werden. Argon-Wasserstoff-Gemische, wie sie für hochlegierte
CrNi-Stähle prädestiniert sind, sollten wegen der angesprochenen Wasserstoffproblematik
der Feinkornbaustähle nicht zum Einsatz kommen.
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Frühere Untersuchungen zeigten, dass es hierbei zu einer wasserstoffinduzierten
Rissbildung bei Feinkornbaustählen kommen kann:
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Lichtbogenschutzgas
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100 % Ar
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100 % Ar
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98 % Ar 2 % H2
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90 % Ar 10 % H2
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Wurzelschutzgas
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100 % Ar
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80 % Ar 20 % H2
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80 % Ar 20 % H2
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80 % Ar 20 % H2
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S690 Q
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+
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+
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-
|
-
|
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1.4462
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+
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+
|
+
|
-
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1.4571
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+
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+
|
+
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+
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Prüfkriterien:
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S690 Q (hochfester Feinkornbaustahl) 40 ° - 22
° 1.4462 (Duplex-Stahl) 110 ° - 125 ° 1.4571 (austenitischer CrNi-Stahl)
155 °
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Einfluss des Wasserstoffs auf die Zähigkeit verschiedener Stahlwerkstoffe
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 | Praxistipps |
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 | Praxistipps |
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Praxistipps Neben Einbrandproblemen ist einer der häufigsten Schweißfehler das Auftreten von Poren. Die Ursache hierfür kann beispielsweise im Überschweißen von Rost und Zunderschichten bzw. von Primern liegen. In solchen Fällen ist das Entfernen dieser Oberflächenverschmutzungen und -schichten zu empfehlen. Ein anderer Grund für das Auftreten von Poren kann eine nicht richtig eingestellte Schutzgasmenge sein. Eine zu geringe Schutzgasmenge kann schon bei leichter Zugluft den Zutritt der stickstoffhaltigen Umgebungsluft ermöglichen und so zu Poren führen. Aber auch eine zu große Schutzgasmenge kann Ursache von Poren sein; dabei wird durch die sogenannte Injektorwirkung Umgebungsluft mit in den Schutzgasstrom hineingezogen. Insbesondere bei der Verwendung von Druckminderern, die nicht mit einem Schwebekörper-Messinstrument ausgestattet sind, ist eine regelmäßige Kontrolle der Schutzgasmenge an der Brennerspitze sinnvoll.
Beim Schutzgasschweißen wasserstoffempfindlicher Feinkornbaustähle ist dem Gasversorgungssystem besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Nach einem längeren Stillstand sind vor dem Schweißen Gaszufuhrschläuche und Schlauchpakete ausreichend lange mit Schutzgas zu spülen, um Luft und eventuell entstandenes Kondenswasser zu entfernen. Wassergekühlte Brenner für den oberen und mittleren Leistungsbereich sollten regelmäßig auf Lecks im Kühlwasserkreis geprüft werden. Bei der Verwendung von Gasschläuchen ist unbedingt darauf zu achten, dass sie für diesen Verwendungszweck geeignet sind. Ungeeignete Schläuche weisen eine zum Teil sehr große Affinität gegenüber Feuchtigkeit auf. Diese lässt sich auch durch sehr lange Spülzeiten nicht mehr entfernen und ist als Risikofaktor beim Schweißen von Feinkornbaustählen anzusehen.
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 | Beratung / Tools |
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 | Beratung / Tools |
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Zusammenfassung / Beratung Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Feinkornbaustählen bringen oft komplexe Praxisaufgaben mit sich, deren Lösung entsprechende Verarbeitungserfahrungen voraussetzt. Air Liquide Deutschland stellt daher den Anwendern die Kompetenz seines Fachberater-Teams und die Möglichkeiten des Technischen Zentrums in Krefeld zur Verfügung. Eine Fachberatung bietet Ihnen die Chance, Potentiale zur Produktivitätssteigerung und Qualitätsverbesserung in Ihrer Schweißfertigung zu entdecken.
Für eine hohe Wirtschaftlichkeit müssen alle Komponenten der Schweißfertigung optimal aufeinander abgestimmt sein. Das umfasst sowohl die Schweißmaschine als auch Schweißzusatzwerkstoffe und Schweißschutzgase. Dabei ist die Auswahl der für die jeweilige Aufgabe passenden Schweißschutzgase das A und O.
Die Ausnutzung der physikalischen und chemischen Eigenschaften der Gase ermöglicht es, Metalle und Legierungen hochqualitativ zu verbinden. Aufgrund der immer weiter steigenden Anforderungen an Qualität und Produktivität erfordert die Auswahl des jeweils optimalen Verfahrens und der passenden Gase spezielles Know-how und langjährige Erfahrung, da eine ganze Reihe von Faktoren zu berücksichtigen ist.
Die Fachabteilungen von TÜV SÜD Industrie Service GmbH und AIR LIQUIDE Deutschland
beraten Sie jederzeit gerne.
Weiterführende Tools / Literatur bei netinform
Bestimmung des Kohlenstoffäquivalents
Vorwärmtemperatur für Stähle
Schweißtechnische Verarbeitung niedriglegierter hochfester Baustähle (Fachartikel)
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