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Systems Engineering / Pressure Equipment

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GHS Expert

   

Abb. 1
Rohrleitungsabschnitt mit Rissbildung auf der Innenoberfläche, Lage der Schliffprobe S2 markiert.
Abb. 2
Schliffprobe S2 ungeätzt; Hauptriss (wanddurchdringend) mit verzweigten, oxidgefüllten Nebenrissen - Rissfortschritt von innen nach außen
Abb. 3
Mikrostruktur der Originalbruchfläche zeigt interkristallinen Bruchfortschritt
Abb. 4
EDX-Spektrum des Belages auf den Bruchflächen

 

Description:
Im Zuge der metallographischen Untersuchung wurden interkristalline, verzweigte Risse festgestellt, deren Rissflanken mit Korrosionsprodukt belegt sind (Abb. 2). Der interkristalline Verlauf der Risse wurde bei Untersuchungen der freigelegten Bruchflächen im Rasterelektronenmikroskop bestätigt (Abb. 3). In den Korrosionsbelägen fanden sich neben den Oxiden der Rohrleitungswerkstoffe noch chemische Elemente, die Wasserinhaltsstoffen zurechenbar sind (Abb. 4). Im Bereich der Schweißnähte durchgeführte Härteprüfungen ergaben Werte zwischen 131 HV 10 für den Grundwerkstoff bis maximal 169 HV 10 für das Schweißgut. Eine Rissbegünstigung durch Aufhärtung der Schweißnähte war nicht gegeben.  

Failure cause:
Als Schadensursache liegt eine laugeninduzierte interkristalline Spannungsrisskorrosion im Schweißnahtbereich vor, wobei als risstreibende Kräfte Schweißnahteigenspannungen zu nennen sind.

Remedy:
Das spannungsrisskorrosionsauslösende Medium ist in den Inhaltsstoffen des überhitzten Dampfes zu suchen. Die auf den Bruchflächen detektierten Wasserinhaltsstoffe lassen auf Verunreinigung des Wasser-Dampfkreislaufes durch Fremdwasser schließen.

Our services – your benefits:
Vorbeugende Maßnahmen bzw. rechtzeige Schadenserkennung erhöhen die Lebensdauer Ihrer Anlage und sparen Ihnen somit teure Instandhaltungs-/Neuanschaffungskosten.

Consulting services from:
TÜV SÜD Industrie Service GmbH